Trinkwasseraufbereitung in Kläranlagen

Durch die stren­ge Re­gle­men­tie­rung un­se­res Trink­was­sers muss Grund­was­ser in Was­ser­wer­ken zu­nächst auf­be­rei­tet wer­den, be­vor es an die Haus­hal­te ver­teilt wer­den kann. Ins­be­son­de­re durch Men­schen ver­ur­sach­te Ein­flüs­se wie Ni­trat aus Dün­ger, Pes­ti­zi­de und Arz­nei­mit­tel­rück­stän­de müs­sen ent­fernt wer­den, um al­le fest­ge­leg­ten Grenz­wer­te ein­zu­hal­ten. Da­bei durch­läuft das Was­ser meh­re­re Auf­be­rei­tungs­schrit­te. Aus dem Bo­den ge­för­der­tes Grund­was­ser ent­hält bei­spiels­wei­se sehr viel Ei­sen, das mit Alu­mi­ni­um­sal­zen her­aus­ge­fil­tert wer­den kann. Meh­re­re Kies­schich­ten fil­tern eben­falls das Was­ser. Au­ßer­dem muss es ent­säu­ert und ent­här­tet wer­den, um die Rohr­lei­tun­gen vor Kor­ro­si­on zu schützen.

Kläranlagen mit 3 Reinigungsstufen

Die meis­ten Klär­an­la­gen wer­den von Kom­mu­nen be­trie­ben, es gibt aber auch ei­ni­ge von In­dus­trie­be­trie­ben. Ins­ge­samt mehr als 10.000 sol­cher An­la­gen ste­hen in Deutsch­land. Die Rei­ni­gung er­folgt in drei Rei­ni­gungs­stu­fen. In der ers­ten Rei­ni­gungs­stu­fe, der me­cha­ni­schen Rei­ni­gung, wer­den zu­nächst Din­ge mit ei­ner ge­wis­sen Grö­ße her­aus­ge­fil­tert, an­schlie­ßend Stof­fe wie Stei­ne oder Kies, die schwe­rer sind als Was­ser. An­schlie­ßend steht das Was­ser 2h lang im Vor­klär­be­cken und leich­te Stof­fe wie Mi­ne­ra­le und Fet­te wer­den von der Was­ser­ober­flä­che ab­ge­saugt, wäh­rend gleich­zei­tig sich ab­set­zen­der Schlamm vom Bo­den ab­ge­saugt wird.
Die zwei­te Stu­fe ist die bio­lo­gi­sche Ab­was­ser­rei­ni­gung. Hier wer­den mit­hil­fe von Kleinst­le­be­we­sen die Schad­stof­fe ent­fernt, die bio­lo­gisch ab­bau­bar sind. Hier wer­den au­ßer­dem Schwer­me­tal­le entfernt.

 

Kläranlage Trinkwasseraufbereitung Abwasser

Alles wird aufbereitet

Zu­letzt er­folgt ei­ne wei­ter­ge­hen­de Ab­was­ser­rei­ni­gung. Mit­hil­fe che­mi­scher Re­ak­tio­nen re­agie­ren Stof­fe wie Phos­phor und Stick­stoff zu was­ser­un­lös­li­chen Ver­bin­dun­gen und kön­nen dann aus dem Was­ser ent­fernt wer­den.
Nach­dem das Ab­was­ser die­se drei Stu­fen durch­lau­fen hat, kann es wie­der na­tür­li­chen Ge­wäs­sern zu­ge­führt wer­den. Der im Lau­fe der Pro­ze­du­ren ge­sam­mel­te Schlamm wird eben­falls wei­ter auf­be­rei­tet und getrocknet.

 

Quel­len:
Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Um­welt, Na­tur­schutz, nu­klea­re Si­cher­heit und Ver­brau­cher­schutz (2014): Kurz­in­fo Ab­was­ser – Klär­an­la­ge. https://www.bmuv.de/themen/wasser-ressourcen-abfall/binnengewaesser/abwasser/klaeranlage-kurzinfo
DVGW (2022): Was­ser­werk und Auf­be­rei­tung. https://www.dvgw.de/themen/wasser/wasserwerk-und-aufbereitung
Le­xi­kon der Geo­wis­sen­schaf­ten (2000): Was­ser­werk. https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/wasserwerk/18051
OOWV (2022): Was­ser­wer­ke und Spei­cher­pump­wer­ke. https://www.oowv.de/wissen/trinkwasser/wasserwerke/
Wup­per­ver­band für Was­ser, Mensch und Um­welt: Funk­ti­ons­wei­se Klär­an­la­ge.
https://www.wupperverband.de/service/wissen-und-lernen/themen/funktionsweise-klaeranlage

 

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